02.05.2017 Fabian Mattick ist neuer Chef, NR
KJR-Geschäftsführer Guido Büttner (li.) beglückwünscht Fabian Mattick zur Wahl zum Vorsitzenden des Kreisjugendrings Neuburg-Schrobenhausen.
Melanie Stalker musste nach zwölf Jahren satzungsbedingt aufhören. Zwei Frauen fehlen im Vorstand
Nach zwölf Jahren geht die Ära Stalker beim Kreisjugendring (KJR) Neuburg-Schrobenhausen zu Ende. Fabian Mattick übernimmt den Vorsitz bei der Interessenvereinigung für Kinder und Jugendliche. Melanie Stalker, die sich satzungsbedingt nicht mehr zur Wahl stellen durfte, bleibt dem KJR aber erhalten. Als eine von drei Revisoren achtet sie fortan darauf, dass die Abrechnungen und die Kasse stimmen. Neben dem Vorsitzenden stand der gesamte Vorstand zur Wahl.
Fabian Mattick ist im KJR kein Unbekannter. Von Geburt an ist der 26-jährige Elektrotechniker bei den Pfadfindern dabei. Als Beisitzer sammelte er bereits Vorstandserfahrung und freut sich nun auf den Vorsitz. Melanie Stalker hatte den Vorsitz zwölf Jahre inne. Davor war sie sechs Jahre Beisitzerin im Vorstand des KJR und zwei Jahre stellvertretende Vorsitzende. „Wegen des Tumultes um unseren früheren Geschäftsführer habe ich mich bereits vor zwei Jahren außerplanmäßig noch einmal zur Wahl gestellt.“
Zu Matticks Stellvertreterin wurde Katharina Lang gewählt, die diese Position bereits vorher innehatte. Zwei Beisitzerstellen konnten nicht besetzt werden. Zwar hätte es genügend Bewerber in den Vorstand gegeben, die waren aber alle männlich. Die Satzung des KJR verlangt aber, dass mindestens drei vom schwächer vertretenden Geschlecht im Vorstand sitzen müssen. In diesem Fall fehlten die Frauen. Weibliche Beisitzer fanden sich nicht, sodass in der Herbstversammlung für diese vakanten Stellen erneut gewählt werden muss.
Vor der Wahl wurde noch einmal auf das zurückliegende Jahr geblickt: KJR-Geschäftsführer Guido Büttner berichtete von einigen herausragenden Aktionen wie der Radtour mit den E-Bikes nach Wien. Von den Zeltplätzen in Joshofen und im Schwaighölzl, auf denen 2016 rund 8000 Übernachtungen stattgefunden haben und von den Übernachtungshäusern. Im „Just“, das KJR-Übernachtungshaus an der Bürgermeister-Sing-Straße, zählte man über 5200 Übernachtungen. Und „Zum hässlichen Entlein“, den Containern an der Berufsschule Monheimer Straße in Neuburg, waren es knapp 10000 Übernachtungen. Hauptsächlich von Berufsschülern genutzt seien die Container. Obwohl inzwischen winterfest und mit eigenen Sanitäreinrichtungen, seien sie nur eine Übergangslösung, so Büttner: „Wir hoffen, irgendwann ein Gebäude bauen zu können.“ Der Geschäftsführer stellte die Jahresrechnung für 2016 vor, die einen Etat von knapp 1,5 Millionen Euro umfasst. Der Vorstand um Melanie Stalker wurde nach dem Kassenprüfbericht einstimmig entlastet.
Letztes Jahr konnten Programmpunkte des Ferienpasses erstmals über das Internet gebucht werden. Diese Umstellung auf die Onlinebuchung sei sehr erfolgreich verlaufen. Dazu Büttner: „Wir haben einige Verbesserungen im Programm, sodass im kommenden Sommer auch Mehrfachbuchungen möglich sind. Und die Online-Bezahlmöglichkeit wurde bereits rege genutzt.“ Ziel des KJR ist es, das Programm aller Gemeinden im Landkreis unter einem Portaldach anzubieten. „Aber bisher nutzt dieses Angebot nur Karlshuld. Die Ausbildung von Jugendleitern liegt dem KJR ganz besonders am Herzen. Außerdem sollen Jugendleiter durch eine leichte Anhebung des Tagessatzes auch besonders gefördert werden.
