04.02.2012 Wenn die Weiber regieren
Der Weiberfasching im Marstall ist zwar erst ab 18. Bei der Vorbereitung aber helfen alle Pfadfinder zusammen. Die Wölflinge, so der Name der jüngsten, basteln Masken für die Dekoration. Stammesvorsitzender Oliver Suwa (hinten links) und Silvia Heueisen (hinten rechts), sind derweil mit der Organisation und den Aufbauarbeiten beschäftigt - unterstützt von 50 emsigen Helfern.
Die Neuburger Pfadfinder organisieren auch heuer die Fete am Unsinnigen Donnerstag im Marstall.
Neuburg Am 16. Februar wird der Neuburger Marstall zum Blocksberg und die Hexen übernehmen das Regiment, wenn die Neuburger Pfadfinder zum 35. Mal zum Weiberfasching laden. Damit bis zu 1000 Faschingsbegeisterte am Unsinnigen Donnerstag in den ehemaligen Stallungen feiern können, beginnen schon vier Wochen vorher 50 emsige ehrenamtliche Helfer mit den Vorbereitungsarbeiten.
„Da wir an den Wänden keine Befestigungen anbringen dürfen, haben wir uns eine Balkenkonstruktion ausgedacht, die das Deko-Material an der Decke hält.“ Oliver Suwa ist Stammesvorsitzender der Neuburger Pfadfinder – einer von zweien. Und zusammen mit dem Hauptorganisator Gerhard Mattick und mit Silvia Heueisen ist er gerade in der heißen Vorbereitungsphase für den Faschingsevent, der Neuburg am Unsinnigen Donnerstag zu einer Hochburg des Faschings in der Region macht. „Gäste kommen aus allen umliegenden Landkreisen und aus Ingolstadt“, weiß Mattick.
50 Ehrenamtler aus den Reihen der Pfadfinder werden die Veranstaltung schmeißen. Dazu sorgt ein professioneller Sicherheitsdienst aus Nürnberg, dass der Faschingsball im Rahmen bleibt. „Wenn der Marstall voll ist, müssen wir auch mal die Tore schließen. Und vor allem dafür haben wir professionelle Hilfe“, erklärt Suwa. Im Vorfeld wurde ein Sicherheitskonzept erstellt. „Pläne liegen bei Feuerwehr und Ordnungsamt.“ Vier Lkw-Ladungen voller Material sind schon herangeschafft worden und werden gerade im Marstall verbaut. Jedes Jahr wieder übrigens, denn die Deko wird eingelagert und wieder verwendet.
Selbst die kleinsten Pfadfinder sind bei den Vorbereitungen mit dabei. Sie basteln unter anderem Faschingsmasken. „Für die Pfadfinder ist der Weiberfasching ein Projekt, zu dem ehemalige Mitglieder bis aus der Schweiz und aus Norddeutschland anreisen“, freut sich Silvia Heueisen, die schon mal einige Urlaubstage geopfert hat, um dabei sein zu können. Insgesamt vier Wochen dauert der Aufbau – sogar eigene Feuerlöscher bringen die Pfadfinder mit. Am Samstagabend nach dem Event ist der Marstall bereits wieder aufgeräumt. Dazu Heueisen: „Wir stehen am Donnerstag bis morgens um vier hinterm Tresen und machen dann gleich durch, um den Marstall möglichst rasch wieder leer zu bekommen.“
Los geht es am 16. Februar um 20 Uhr. Die Veranstaltung beginnt mit dem Fanfarenzug und einem Feuerzauber vor dem Marstall. Anschließend spielt die Band Chlorfrei auf - bis vier Uhr, dann ist Schluss, zumindest für diese Nacht. Karten gibt es für sechs Euro im Vorverkauf im Bücherturm. An der Abendkasse werden für den Einlass acht Euro verlangt.
