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17.02.2019 Wenn in Neuburg die Hexen regieren, NR

Der Stammesvorstand mit Anette Schiele (links) und die Helfer sind bereit für den Kinderfasching am 23. und den Hexenfasching am 28. Februar.

Zum Endspurt im diesjährigen Fasching wird am 28. Februar der Marstall in der Altstadt zum Blocksberg. Um für den großen Ansturm beim Hexenfasching gerüstet zu sein, verwandeln rund 60 ehrenamtliche Helfer aus allen Altersgruppen seit Wochen den historischen Marstall in eine Hexenhöhle.

Bei der 40. Auflage des traditionellen Weiberfaschings übernehmen in Neuburgs Altstadt Hexen und Maskerer das Regiment. Fünf Tage davor, am 23. Februar, stürmt bereits der Nachwuchs den historischen Säulensaal. Die Pfadfinder als Organisatoren wollen mit dem zweiten Kinderfasching, wie der Stammesvorstand mit Anette Schiele erklärt, Nachwuchsarbeit betreiben. Bis es für beide Veranstaltungen soweit ist, werden mehrere Lkw-Ladungen Material herangeschafft und im Marstall sowie im Foyer verbaut. Dazu kommen noch selbst gebastelte Masken und andere Faschingsaccessoires.

Hexenfasching: Es gibt Hexenfinger und Teufelsburger

Tarnnetze werden im gesamten historischen Säulensaal verhängt und kunterbunte Strahler verbaut. Daneben werkeln die Freiwilligen an einer Bühne, Bars und der Küche. „Viele der Aufbauten haben ihren festen Platz, aber auch Neuigkeiten kommen dazu“, sagt Schiele.

Zum Essen gibt es am Unsinnigen Donnerstag passende Spezialitäten wie Hexenfinger, Teufelsburger und Sandwiches. Die Getränkepalette lässt nahezu keine Wünsche offen. „Wir sind für den großen Hexenfasching bereit“, sagt die Organisatorin mit einem Hinweis zum Einlass ab 20 Uhr. Eine halbe Stunde später trifft der Fanfarenzug am Feuer auf dem Ottheinrichsplatz ein und eröffnet das Spektakel lautstark. Die Feuerspucker „Spectaculum de diabolico“ zünden ihre Show und immer wieder werden Hexen über die Feuerstelle springen.

Hexenfasching: Über 1000 Gäste werden erwartet

Dann zieht das Maskerervolk hinein in den Marstall und es wird getanzt. Die Band „Pianissimo“ aus München wird musikalisch einheizen. An den Eingängen werden professionelle Sicherheitskräfte von Ehrenamtlichen unterstützt. Es wird wieder verstärkte Taschenkontrollen geben. Rund 50 eigene Leute, übrigens alle im gleichen Outfit als Panzerknacker erkennbar, kümmern sich vor und hinter den Kulissen um das bunte Treiben. Man rechnet wieder mit über 1000 zahlenden Gästen, wobei aus Sicherheitsgründen maximal jeweils 540 gleichzeitig im Marstall sein dürfen.

Gegen 4 Uhr hat der Spaß im Marstall dann nach musikalischen Rausschmeißern sein Ende. Für die Helfer geht die lange Nacht nach einer kurzen Verschnaufpause und einem gemeinsamen Würstelessen weiter – mit dem Aufräumen.

Karten für den Hexenfasching am 28. Februar gibt es für acht Euro im Vorverkauf im Bücherturm sowie im Ozon. Weiter sind Karten für zehn Euro an der Abendkasse erhältlich.

Neuburg NR