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01.03.2014 Kunterbuntes Spektakel, NR

Zum Weiberfasching ließ es Neuburg so richtig krachen. Geschlecht, Verkleidung, Geschmack – das war alles nebensächlich. Hauptsache, man hatte Spaß

VonXaver Habermeier

Neuburg Fantastische Kostüme, Hexenfeuer und Bombenstimmung: Beim Riesen-Halligalli in den Nachtstunden zum Rußigen Freitag verwandelten Narren aller Art Neuburg in eine Faschingsbühne. Die Zeiten der Männerabstinenz am Unsinnigen Donnerstag sind vorbei, denn längst ist dieser Tag in der Ottheinrichstadt kein reiner „Weiberfasching“ mehr. Viele Herren, manch einer davon hinter einer Frauenmaske verborgen, mischten sich in das Maschkerervolk. Den Neuburger Hexenkessel bildete der Marstall, in dem Neuburgs Pfadfinder zur 37. Auflage des traditionellen Hexenfaschings lockten und die Stimmung mit insgesamt über 1000 Maskierten aller Generationen kochte. In der ganzen Stadt herrschte ausgelassenes Treiben.

„Da muss ich durch“, brüllte Thomas Jacobsen, der seit Anfang des Jahres zusammen mit Max Seitz die Pfadfinder anführt, zum Auftakt und sprang in seinem Bademeister-Kostüm beherzt übers Lagerfeuer. Die lodernden Flammen auf dem Ottheinrichplatz lockten zum Auftakt des Spektakels viele in die Altstadt. Dazu trommelten und bliesen die Frauen und Männer vom Fanfarenzug, was ihre Instrumente hergaben. Eine wilde Hexenschar hüpfte ebenfalls übers Feuer. „Damit laden wir Energie für eine lange heiße Nacht auf“, erklärte Silvia Heueisen vom Organisationsteam im Marstall. Dort setzte der Fanfarenzug im historischen Gewölbe optisch und akustisch den Auftakt für die stundenlange Party. Weiterhin heizte die Showband „Chlorfrei“ mit einer bunten Mischung aus Stimmungs- und Tanzmusik den Hexen und sonstigen Maskierten bis in die frühen Morgenstunden kräftig ein. 60 Pfadfinder kümmerten sich vor und hinter den Kulissen um einen reibungslosen Ablauf. Zum bombigen Hexenfasching servierte man Hexenschnaps, Hexensuppe, Flügerl und Alkoholfreies Bier.

Wer Abwechslung suchte und den Schauplatz verlassen wollte, machte sich auf zum Bummel durch Neuburgs Kneipen oder zum Schrannenplatz. Fast überall zeigte sich das gleiche Bild, übernahmen wüst gekleidete Hexen mit Hakennasen das Kommando. Daneben tummelten sich Hippies, Elfen, Supermänner sowie Teufel in den überfüllten Kneipen. Die meisten waren sich in dieser wilden Nacht einig, was Fasching für sie bedeutet. Nämlich Spaß am Verkleidungsspiel, feiern, Menschen treffen, tanzen und fröhlich sein. Die Ausdauerndsten von ihnen zogen erst in den Morgenstunden heimwärts, gerade da, als sich andere schon wieder auf den Weg zur Arbeit ma