02.02.2010 So wird der Marstall zum Hexenkessel, NR
In einen kunterbunten Hexenkessel verwandeln derzeit die Neuburger Pfadfinder den Marstall. Am unsinnigen Donnerstag, 11. Februar, steigt in dem historischen Gewölbe der Altstadt die nächste Auflage des Spektakels: der Neuburger Hexenfasching. Die stets gute Stimmung im Marstall hat sich längst herumgesprochen. Stürmten doch erfahrungsgemäß die Maskerer aus der ganzen Region in den vergangenen Jahren die Altstadt. Auftakt ist heuer um 20 Uhr am Ottheinrichplatz. Trommler und Bläser vom Fanfarenzug verkünden den Auftakt zum Spektakel an und wild gewordene Hexen tanzen und springen über das Lagerfeuer. Damit aufgeheizt stürmen sie in den Marstall, wo sich ein 50-köpfiges Team der Pfadfinder um einen reibungslosen Ablauf kümmert.
"Das Schöne daran ist, dass bei der Gelegenheit Jung und Alt Hand in Hand zusammenarbeiten", schwärmt Mitorganisatorin Sylvia Heueisen. Auch die Altersstufen Wölflinge, Jungpfadfinder, Pfadis und Rover sind dabei. Unterstützung erhalten die Neuburger von befreundeten Pfadfinderstämmen aus Donauwörth und Augsburg.
Von der Küche bis hin zum Bar-Team, die Helfer haben bei bis zu 800 durstigen und hungrigen Gästen, die man auch heuer wieder erwartet, alle Hände voll zu tun. Nach der positiven Resonanz in den vergangenen Jahren spielt wieder die Band "Chlorfrei". "Die heizen die Stimmung so richtig auf", unterstreichen Oliver Sowa und Daniel Gesche vom Führungsteam.
Das bunte Maskerervolk zieht von Kneipe zu Kneipe
Daneben sind wieder viele Ehemalige um Gerhard Mattick von der Partie. Erfahrungsgemäß ziehen die Hexen und das bunte Maskerervolk vom Marstall aus wieder durch Neuburgs Gaststätten, Bars und Kneipen. Für ein lustiges Lied oder ein nettes Gedicht erhalten die Hexen meist einen Freischnaps, für Männer Grund genug, in Hexenkostümen loszuziehen. Viele kehren in den Marstall zurück, denn dort heizt "Chlorfrei" die Stimmung bis um 4 Uhr. "Nach dem Weiberfasching ist vor dem Weiberfasching", sagt Heueisen, und zeigt auf die Aufräumarbeiten am Tag danach. Sicher ist, dass am Freitag der Stadtberg in eine schneebedeckte Gaudipiste verwandelt wird.
