
11.02.2007 Hexentänze unterm Tarnnetz, DK
Neuburg (pes) Walpurgisnachtstimmung, wilde Tänze, Würstchen und ausgelassenes Weibervolk: Die Neuburger Pfadfinder ziehen am Unsinnigen wieder einen Weiberfasching nach Maß im Marstall auf.
Diese Kultparty trägt längst das Attribut Publikumsmagnet und auch am kommenden Donnerstag werden die Pfadfinder das muntere Hexenvolk nicht enttäuschen: Dann liegen hinter den Vereinsmitgliedern zirka 400 Arbeitsstunden, die allein Dekoration und Aufbau in Anspruch nehmen. Dafür erwarten die Närrinnen ein Gratis-Hexentrunk (auch antialkoholisch), fetzige Musik – heuer zum zweiten Mal mit der Band "Chlorfrei" – und die Option auf heiße Hexentänze unterm Tarnnetzhimmel, wie Mit organisatorin Silvia Heueisen beim Pressetermin am Samstag verriet.
Den Auftakt (Einlass ab 20 Uhr) bildet traditionell der Fanfarenzug samt Hexenfeuer und -tanz, danach steigt im Marstall die Faschingsfete, bei der auch die "Sunshines" der Burgfunken auftreten werden.
Allein 50 "Pfadis" sind an diesem Abend im Einsatz. Unterstützt werden sie von Mitgliedern des Roten Kreuzes und von einem professionellen Anbieter, was die Sicherheit betrifft. Die Firma Vabeg prüft im Vorfeld Fluchtwege, Feuerlöscher und Beleuchtung. "Darauf legen wir sehr viel Wert", erklären die Vorsitzenden Andreas Schneider und Oliver Sowa.
Die Sperrstunde schlägt früh um 4 Uhr. Bis dahin können die Gäste – erwartet werden bei einem Limit von 560 Personen über den Abend verteilt bis zu 900 – fröhlich feiern. Ein Plastikbändchen, das es am Eingang gibt, ermöglicht Weiberfaschings-Tourismus in der ganzen Stadt und eine Rückkehr in den Marstall. Zur Stärkung werden Hexensuppe, Baguettes, Hot Dogs und Krapfen kredenzt. Der Erlös der Veranstaltung, die für die Pfadfinder die erste große Gemeinschaftsaktion dieses Jahres ist, fließt in die Jugendarbeit. Im September wollen sie den weltweit 100. Geburtstag ihrer Vereinigung mit einer Aktion in Neuburg feiern.
Karten für den Weiberfasching am 15. Februar gibt es im Vorverkauf für sechs Euro im Bücherturm am Sèter Platz und für acht Euro an der Abendkasse – Gruppen ab zehn Pers onen erhalten für sechs Euro pro Nase Einlass.
Dass sich in die Hochburg des Weiberfaschings auch Herren – und das in nicht unbeträchtlicher Anzahl – "einschleichen", wird von den Pfadfindern mit einem toleranten Lächeln stillschweigend akzeptiert. Die Anziehungskraft der Maskenparty ist seit 30 Jahren ungebrochen – und dagegen ist auch Mann nicht resistent . . .
