20.01.2008 Der Hexentanz hat Kultstatus erreicht, DK
Die Arbeiten sind in vollem Gange: Die Pfadfinder, hier (v. li.) Gerhard Mattick, Oliver Sowa und Daniel Gesche, scheuen keine Mühe, um den Marstall in eine Hexenhöhle zu verwandeln. Unterstützt werden sie dabei von zahlreichen Helfern, wie der kleinen Julia. - Foto: sja
Neuburg (sja) In zehn Tagen ist es wieder an der Zeit: Hexen pilgern nach Neuburg, um singend und tanzend die Stadt unsicher zu machen. Der Grund für das ausgelassene und bunte Treiben, an dem die Altstadt kurzerhand zum Blocksberg umfunktioniert wird: Weiberfasching steht vor der Tür.
Der Marstall ist schon jetzt fast nicht mehr wieder zu erkennen. Tarnnetze, dichte Spinnweben, schwarz behangene Wände und schauderhafte Lichteffekte verwandeln den Innenraum des altehrwürdigen Gebäudes am Ottheinrichplatz in eine düstere und magische Hexenhöhle. Die Neuburger Pfadfinder arbeiten dieser Tage hart daran, sich wieder einmal selbst zu übertreffen.
Denn die Zeit ist knapp: Weil das Faschingstreiben heuer gar so kurz ausfällt, rückt der Termin für den Unsinnigen Donnerstag bereits auf den 31. Januar. Gut 20 fleißige Pfadfinder sind deshalb seit Anfang Januar am Schwitzen. Rechtzeitig für den traditionellen Weiberfaschingsball, laut Gerhard Mattick inzwischen ein Ereignis von "Kultstatus", soll die Verwandlung des Marstalls abgeschlossen sein und den zirka 650 erwarteten Besuchern ein unvergesslicher und erinnerungsreicher Abend bereitet werden – Gruselatmosphäre und Gänsehaut inklusive.
Das dritte Jahr in Folge können die Pfadfinder bei ihrem großen Fest auf die Unterstützung der Live-Band "Chlorfrei" bauen. Zudem sorgt der Fanfarenzug beim Einzug in den Marstall und schon zuvor beim Hexentanz ums Feuer für ausgelassene Stimmung. Dabei versuchen die verkleideten Musiker mit ihren skurrilen Instrumenten – Gartenschlauch, Trichter, Kamm und vieles mehr ist hierbei im Einsatz – die ein oder andere mutige Magierin zum gewagten Sprung über die lodernden Flammen zu motivieren. Auf die Unerschrockenen unter der bunten Schar wartet im Anschluss ein Hexentrunk im Marstall – wie immer nach einem Geheimrezept gebraut, verrät Silvia Heueisen von den Pfadfindern.
Damit zwischen all dem Kommen und Gehen niemand an Hunger leidet, ist auch für genug Proviant gesorgt: eine asiatische Hexensuppe und weitere Leckereien werden für je zwei Euro für Stärkung sorgen. Beginn der ausgelassenen Stunden ist um 20.30 Uhr.
Karten für den Weiberfasching im Marstall sind im Vorverkauf im Neuburger Bücherturm für sechs Euro erhältlich. An der Abendkasse erhalten Besucher für acht Euro Eintritt in das dunkle Gewölbe. Für jeden Besucher ist zudem ein Hexentrunk im Preis inbegriffen. Außerdem gilt für Gruppen von zehn oder mehr Faschingsbegeisterten auch an der Abendkasse der Preis von sechs Euro.
