25.08.2021 Trauer um Susanne Glatz, DK
Neuburgerin war ehrenamtlich beim Bürgerverein und den Pfadfindern sehr engagiert
Betreuerin, Kassierin und gute Seele bei den Pfadfindern: Zahlreiche Neuburgerinnen und Neuburger trauern um Susanne Glatz. Die leidenschaftliche Ehrenamtlerin ist am Dienstag überraschend im Alter von 54 Jahren gestorben.
Erst vor gut drei Wochen hatte sich Susanne Glatz wieder für den Posten der Kassierin beim Bürgerverein Ostend zur Wahl gestellt und das Vertrauen der Mitglieder mit einem eindeutigen Votum erhalten. Die engagierte Neuburgerin war seit Gründung des Vereins im Jahr 2005 Mitglied, entsprechend groß ist dort der Schock über den plötzlichen Verlust. Jürgen Stickel, Stadtteilmanager und Vize-Vorsitzender des Bürgervereins, sagt: "Es hat uns sehr getroffen, weil es so schnell ging."
Er werde Susanne Glatz als lebenslustige und zuverlässige Frau in Erinnerung behalten, die im Ostend viel auf die Beine gestellt hat. Bereits im Stadtteiltreff in der Danziger Straße hatte ihr Wirken begonnen, Susanne Glatz hatte die Hausaufgabenbetreuung für Grundschüler seinerzeit aufgebaut und über zehn Jahre lang geleitet. Außerdem organisierte sie zahlreiche Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche und war oft mit dem Nachwuchs aus dem Ostend unterwegs. In den beiden Neuburger Bürgerhäusern leitete sie seit einigen Jahren zudem Senioren-Sportkurse.
Auch bei den Neuburger Pfadfindern ist die Trauer groß, wie deren Stammesvorsitzende Katharina Pietsch im Gespräch mit unserer Zeitung betont. Susanne Glatz war seit ihrer Jugend Mitglied im Neuburger Stamm und hat Generationen von Pfadfindern geprägt. "Sie hat die Leitung für alle unsere Gruppen im Lauf der Jahre übernommen, von den Kleinsten bis zu den Ältesten", berichtet Pietsch. Jeder im Stamm habe Susanne Glatz gemocht und ihren ehrenamtlichen Fleiß zu schätzen gewusst. "Sie war immer zur Stelle, wenn es etwas zu tun gegeben hat und jeder ist zur ihr gekommen, wenn er einen Rat gebraucht hat", so Pietsch weiter.
Glatz sei so etwas wie Tante oder Mutter für alle gewesen. "Die Pfadfinder waren ihre Familie." Am Dienstagabend habe man sich deshalb bei den Pfadfindern zusammengesetzt, eine Kerze angezündet und sich mit ihrem Lieblingsgetränk von Susanne Glatz verabschiedet.
