Zum Hauptinhalt springen

13.02.2017 Neuburg wird wieder zum Hexenkessel, NR

Die Aufbauarbeiten im Marstall sind in vollem Gang. Welche Neuheiten sich die Pfadfinder für dieses Jahr ausgedacht haben.

VonXaver Habermeier

Zum Endspurt in den diesjährigen relativ langen Fasching wird am 23. Februar der Marstall einmal mehr zum Blocksberg. Die Hexen und viele andere Maskerer übernehmen das Regiment, wenn die Pfadfinder zum 39. Mal zum Weiberfasching laden. Erwartet werden am Unsinnigen Donnerstag allein im historischen Gewölbe in der Altstadt wieder über 1000 Feiernde. Um für diesen Ansturm gerüstet zu sein, verwandeln 60 ehrenamtliche Helfer aus allen Altersgruppen der Pfadfinder schon Wochen vor dem Großereignis den Marstall in eine Hexenhöhle.

„Alle sind mit großem Eifer dabei“, berichtet Thomas Jacobsen. Der Stammesführer der Neuburger Pfadfinder ist seit vier Jahren als Hauptverantwortlicher dabei. Da werden etwa Äste zu Hexenbesen, die Säulen werden mit blutrotem Papier umwickelt und die Wände mit Spinnen und Hexenbildern dekoriert. Unter dem Tarnnetz wurden Lampen montiert, das den Marstall in ein bläuliches Licht taucht. „Am Unsinnigen Donnerstag selbst helfen 50 Freiwillige mit, plus sechs Leute aus der Donauwörther Pfadfindergruppe“, erzählt Jacobsen. Dazu kommen fünf professionelle Sicherheitsmänner – einer mehr als im Vorjahr. „Passiert ist Gott sei Dank noch nie etwas Ernsthaftes“, sagt der Stammesführer. Aber Raufereien, wie im vergangenen Jahr mit zwei Frauen, habe es schon öfters gegeben. Deswegen sollen die Sicherheitskräfte dafür sorgen, dass die Gaudi nicht ausufert. Darüber hinaus muss der Marstall, falls sich zu einem Zeitpunkt zu viele Menschen dort befinden, aus Brandschutzgründen vorübergehend geschlossen werden.

Aber bis der Hexenfasching starten kann – der Auftakt ist wie immer um 20 Uhr mit einem Tanz um das Feuer auf dem Ottheinrichplatz zusammen mit dem Fanfarenzug und einer Feuershow der Gruppe „Spectaculum de diabolico“ – ist noch viel Arbeit angesagt. Mehrere Lkw-Ladungen Material, etwa für die verschiedenen Bars, wurden bereits verbaut. Neu ist dieses Jahr nicht nur eine Sektbar insbesondere für die Damen, sondern auch eine Happy Hour mit verbilligten Preisen. Zwischen 20 und 22.30 Uhr kostet jeder Schnaps nur einen Euro und Frauengruppen (ab fünf Personen) bekommen an der Sektbar eine Flasche Prosecco für acht Euro. Für die Musik sorgen dieses Jahr erstmals die „Dirty Tones“.

 

Am Unsinnigen Donnerstag erwarten aber auch viele Lokale in der Neuburger Innenstadt einen Ansturm. Gerne ziehen die Hexen und Maskerer von Kneipe zu Kneipe, um sich mit einem Lied oder lustigen Spruch einen Freischnaps zu erbetteln. Gefeiert wird auch im Freien, beispielsweise auf dem Schrannenplatz, am Hofgarten oder an der Wichtelhütte.

Karten Der Vorverkauf für den Hexenfasching im Marstall läuft im Neuburger Bücherturm. Die Karte kostet dort 8,80 Euro, an der Abendkasse werden zehn Euro fällig.